Begegnungszentrum

Wir setzten uns ein für mehr Solidarität mit Kindern und Familien in Uganda, deren Lebensbedingungen schwierig sind.

Was passiert im Begegnungs- und Ausbildungszentrum des Vereins HiH in Nkoni?

1. Waisenhaus

Das Haus wurde in 2014 fertiggestellt und verfügt über insgesamt 7 Zimmer. Es gibt einen Jungen- und einen Mädchenschlafraum, ein Büro, Zimmer für die Betreuer der Kinder und für die Managerin mit ihren beiden Söhnen.  In einem weiteren Gebäude befindet sich der Küchentrakt mit Küche, Speiseraum, Lagern und einem kleinen Keller.
Die ursprünglich geplante vorrangige Nutzung als BEGEGNUNGSZENTRUM musste rasch den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Aufgrund der zahlreichen (Aids) Waisenkinder und Kindern aus extrem armen

Familienverhältnissen wurde daraus inzwischen in erster Linie ein Waisenhaus in dem bis zu 50 Kinder betreut, versorgt und ernst genommen werden. Sie genießen ein „Familienleben“ bei guter Versorgung und haben einen ausgewogenen und abwechslungsreichen Speiseplan.

Außerdem ist im Krankheitsfall für ihre medizinische Hilfe gesorgt. Durchschnittlich hat jeder 6-8 Malariainfektionen pro Jahr (ohne Moskitonetz). Eine unbehandelte Malaria ist für Kinder häufig tödlich.

Frau Nakajigo engagiert sich sehr in der Auswahl verschiedener, geeigneter und auf die einzelnen Bedürfnisse und Fähigkeiten angepassten Schul- und Ausbildungen. Zunächst waren die Kinder klein, inzwischen haben einige schon eine Berufsausbildung begonnen.

Vier Mädchen und Jungen machen derzeit eine Ausbildung zur Pflegekraft, einer wird Mechaniker und zwei Mädchen haben bereits ihren Abschluss als Hauswirtschafterin. Ein Junge studiert ab 2018 Landwirtschaft und Tiermedizin. Sofern die Kinder das wollen, versucht der Verein Arbeitsverhältnisse in den Projekten zur Verfügung zu stellen.

2. Begegnungen

Fast 90% der ugandischen Bevölkerung lebt auf dem Land. Die Menschen dort sind sehr arm, meist ohne eigenes Einkommen. Oft leben die Kinder bei Großeltern oder Verwandten weil ihre Eltern gestorben sind (HIV-Infektionsrate: 5-15% (2017), Aidswaisen ca. 17 % der Bevölkerung). Die Alphabetisierungsrate liegt bei 73,9% (2015) (Frauen 66,9%, Männer 80,8%).

Durch das Begegnungszentrum soll deshalb auch eine „Plattform“ für die gesamte Dorfbevölkerung geschaffen werden. Ziel ist die Aufwertung der Lebensbedingungen der Menschen vor Ort durch Treffen, Informationen, Schulungen, Filme, Bücher (Bibliothek) und Feste.

3. Landwirtschaft

Die große zum Haus gehörende landwirtschaftliche Fläche dient momentan der Versorgung der Bewohner des HiH Zentrums. Die Bestellung der Felder soll zukünftig mehr und mehr ökologisch erfolgen. Angebaut werden v. a. Bananen, Bohnen, Mais, (Süß) Kartoffeln, Erdnüsse, Kaffee u.v. a. Überschüsse gehen an bedürftige Dorfbewohner. In Erntezeiten werden Nachbarn beschäftigt und bezahlt.

4. Nachhaltigkeit

Solar
Zwei Solarpanele und zwei Akkus decken fast den ganzen benötigten Energiebedarf des Zentrums.

Wasser
Mit Hilfe von verschiedenen Tanks zum Auffangen von Regenwasser und einem Teich wird die Wasserversorgung gesichert. Dem Dorf konnten inzwischen zwei Brunnen zur Verfügung gestellt werden (s. Projekte – Wasser).

Aufforstung
Ein großes Grundstück in der Nähe des Begegnungszentrums steht zur Aufforstung mit einheimischen Bäumen zur Verfügung (s. Projekte Aufforstung).

5. Arbeitsverträge

Es werden derzeit acht Angestellte in Uganda vom Verein beschäftigt und dafür mit ausbaufähigen Gehältern entlohnt. Alle sind jedoch sehr zufrieden, eine Aufgabe und ein geregeltes Einkommen zu erhalten.

6. Sanitary Pads

Anfang des Jahres 2018 startete ein Projekt zur Herstellung von Hygienebinden für Mädchen und junge Frauen. Käufliche „Sanitarypads“ sind für die meisten Frauen in Uganda nicht bezahlbar. Das führt zu einem bis zu 25%igen Schulausfall bei Mädchen. Eine Trainerin schulte im  Hand in Hand Begegnungszentrum ein Wochenende lang 30 Teilnehmerinnen, diese Binden selbst und wiederverwendbar herzustellen. Dieses außergewöhnliche Ereignis kam sehr gut an und wurde durch gemütliche, gemeinsame Mahlzeiten zu einem echten Highlight der Teilnehmerinnen. Seitens unserer Managerin vor Ort wurde der Wunsch geäußert, dies zu wiederholen. Der eingesetzte Beitrag von ca. 200 Euro für Material, Verpflegung und Trainerin hat sich auf jeden Fall gelohnt.

7. Medical Aid

Zur medizinischen Versorgung der Dorfbewohner startet im Februar 2018 ein Projekt zur medizinischen Hilfe im Begegnungszentrum. Einmal pro Woche wird eine examinierte Krankenschwester aus einem nahegelegenen Krankenhaus vor Ort Kinder und Dorfbewohner untersuchen und behandeln. Anfangs geht es vor allem um Impfungen, Ernährungsberatung, Familienberatung usw. Zu diesem Zweck wurde ein Zelt angeschafft und mit den nötigen Möbeln, aber auch mit Behandlungsliege, Waagen und Wartestühlen ausgestattet. Die Medikamente für diese „Grundbehandlungen“ werden von der Regierung von Uganda zur Verfügung gestellt. Von dieser hat Hand in Hand für Uganda e. V. deshalb auch eine Genehmigung zur Durchführung dieses Projekts erhalten. Die Krankenschwester erhält eine Aufwandsentschädigung, Transportkostenerstattung und Verpflegung.

8. Frauengruppe – Microcredits

Sporadisch finden Treffen und Schulungen der Frauengruppe „Women in Development“ (s. Projekte Mikrokredite) statt.

Das Ausbildungs- und Begegnungszentrum in Nkoni ist bezugsfertig

Einzug von Frau Betty Nakajigo, der Projektmanagerin des Vereins und ihrem 6-monatigen Sohn Jimmy ist in ca. 2 – 4 Wochen geplant.

Frau Nakajigo bezieht einen Wohn- und Schlafraum sowie das Arbeitszimmer (Büro). Ein junges Mädchen – Jenny – das vorübergehend zur Betreuung des Kleinen, zum Kochen und Saubermachen engagiert ist (sie wird von Frau Nakajigo bezahlt), bekommt ein weiteres kleines Zimmer. Anfangs wird im Eingangsbereich (Aufenthaltsraum) gegessen. Später soll ein Speiseraum im Küchenbau eingerichtet werden.

Ein Zimmer und der vorgesehene Klassenraum werden mit Betten ausgestattet und bieten vorerst einigen Aidswaisen-Mädchen und –Jungen,die inzwischen ganz ohne Betreuungspersonen sind, Unterkunft. Ein noch leerer Raum wird den Bedürfnissen entsprechend Verwendung finden.

V. a. die Veranda steht für die regelmäßigen Treffen und Schulungen der Womengroup zur Verfügung.

Im Mai 2013 wurde vom Verein ein Antrag bei „Sternstunden“ für die Übernahme der Finanzierung des Küchentraktes gestellt. Bei der komplett autarken Stromversorgung durch eine Solaranlage wurde praktische (und evtl. auch finanzielle) Hilfe von „Ingenieure ohne Grenzen“ zugesichert.

Der Verein braucht jedoch dringend Mittel zur Ausstattung der Räume mit Betten und Matratzen, einem Tisch mit Stühlen, Plastikstühle für die Veranda, einen Schreibtisch und –stuhl und etwas Geschirr.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende den raschen Betrieb des Begegnungszentrums für das Dorf Nkoni aufnehmen zu können. Jeder noch so kleine Betrag ist wichtig und steuerlich absetzbar.

Ausbildungs- und Begegnungszentrum

Nkoni/Nabyewanga ist ein kleiner Ort in der Nähe von Masaka. Die Menschen die hier leben sind sehr arm, es gibt kaum Arbeitsplätze und nur eine Grundschulen. Das Einzugsgebiet umfasst drei Dörfer, mit insgesamt ca. 450 Familien oder 2.352 Menschen, davon 1.600 Kinder unter 15 Jahren, 17 % davon sind Halb- oder Vollwaisen. Die HIV-Rate in Uganda liegt bei ca. 6,5 %.

Auf einem ca. 16.000 qm großen, vom Verein gekauften Grundstück, soll nun durch den Bau eines Hauses ein Ausbildungs- und Begegnungszentrum für die Dorfbewohner entstehen.

Der Bau soll in mehrere Bauabschnitte aufgeteilt werden. Zunächst entsteht ein Wohnhaus mit einem Büro für den Verein, einem Wohnraum für die Geschäftsleitung vor Ort sowie einem großen Schlafraum für acht Waisenkinder. Die vorgebaute Veranda ermöglicht Treffen verschiedener Gruppen, z. B. um Schulungen für Frauen zu unterschiedlichen Themen, wie Familienplanung, Finanzmanagement u. ä. zu veranstalten. Stufenweise sollen Klassenräume für Kindergarten, Vorschule und Grundschule entstehen. Im Außenbereich sind ein Sportplatz und eine Musterlandwirtschaft geplant, wofür sich bereits ein junger Mann in Ausbildung zum Landwirt befindet.

Der Verein ist derzeit in der Lage den Rohbau dieses ersten Bauabschnitts mit ca. 7.000 Euro zu finanzieren und bemüht sich angestrengt um weitere Sponsoren. Durch Spenden bei betterplace.org soll das Dach des Hauses bezahlt werden können.

Da eine Menge Einzelleistungen zu erbringen sind, zählt jeder kleine Betrag und hilft, den Bau schneller verwirklichen zu können. Bitte helfen Sie mit, Hoffnung in das kleine Dorf Nabyewanga zu bringen, die Familien dort auf eigene Beine zu stellen, selbstbewusste und gesunde Kinder heranwachsen zu lassen und denen eine Chance zu geben, deren Möglichkeiten sich von den unseren so ungerechtfertigt unterscheiden. Zusammen können wir zu mehr Gerechtigkeit auf dieser Welt beitragen.